Beiträge von R.H.M.

    Mit einem Open-Air-Konzert am 18. Juni 2022 in der Kulturbastion Torgau führt die Gedenkstätte des GJWH Torgau das jährliche Treffen ehemaliger DDR-Heimkinder wieder durch. In lockerer sommerlicher Atmosphäre mit ausreichend Raum und Platz für Begegnungen, Gespräche und Imbiss freut sich das Team um Gabi Beyler auf ein Wiedersehen.


    An diesem Wochenende findet in Torgau auch die Landesgartenschau statt.

    Wer will kann also beide Termine zusammenlegen und ein Wochenende im sächsischen Torgau verbringen.


    Ich jedenfalls habe mir schon ein Zimmer reserviert und nehme da definitiv an beiden Veranstaltungen teil.

    Das Sachsenburg hat aber nicht direkt was mit dem Heim in Zschöppichen zu tun.

    Zschöppichen OT von Mittweida, liegt dort in der Nähe und die Kinder (wir) sind dort oft hin spaziert um in das Freibad zu gehen (über die Hängebrücke).


    Das dort das KZ war, das habe ich erst diese Woche realisiert als ich die Gedenktafeln dort gelesen haben. Zu DDR- Zeiten wurde uns Kindern nichts davon erzählt.

    Axel Li danke für deine Rückmeldung und dein Interesse an meinen Erfahrungsberichten und Fotos.

    Ich war diese Woche wieder dort und habe ein gutes Verhältnis zu einem Erzieher, der sich über meinen Besuch bzw. den guten Kontakt zwischen uns beiden freut.

    Wir waren gemeinsam an dem Ort mit einer gemeinsamen Vergangenheit und waren spazieren, wie damals.

    Ein kleiner Ausflug nach Sachsenburg, wo wir als Kinder oft ins Freibad (mit Überquerung einer Hängebrücke) spazierten um uns austoben, war ebenfalls sehr schön.

    Regelmäßige Telefonate oder mal eine E-Mail gehören dazu.


    Rund 120 Kinder und Jugendliche lebten dort und ich frage mich etwas, wo sind da ganzen ehemaligen? Hat etwa keiner eine Erinnerung an seine Vergangenheit in Zschöppichen?

    Ich schreibe hier mal ein paar Namen, die mir kürzlich ein Erzieher genannt hatte.

    Vielleicht hilft das ja den einen oder anderen sich an die Leute zu erinnern.


    Heimleiter: Herr Schieweck

    Leitender Funktion: Hr. Kretschmar

    Verwaltung: Fr. Friedemann

    Heimarzt: Dr. Marx

    Der Ausbildungsleiter für die Jugendgruppe, die dort einen Teilfacharbeiter absolviert hatten:

    Herr Kunze.

    Schulleiter: Herr Backofen.

    Lehrer: Hr. Gottschalk, Hr. Harzbecher, Hr. Konrad, Hr. Pilz ...


    Nachtwachenaufsicht: Hr. Mähnert, Hr. Schubert

    Hausmeister: Hr. Heinze

    FDJ-/Pionierleiterin o.ä. Funktion: Fr. Müller


    Erzieher:

    Fr. Dalbert,

    Fr. Biedermann,

    Fr. Buschhold,

    Fr. Pikarski,

    Fr. Marsch,

    Fr. Riemann,

    Hr. Dalbert,

    Hr. Gehmlich,

    Hr. Hertel,

    Hr. Müller, Manfr. und Müller, ?

    Hr. Schüppel,

    Hr. Wiesner ...


    Wenn ich noch mehr Namen bekomme oder einfallen, dann wird es hier ergänzt.

    Das einzuweisende Jugendamt des Landkreises kann zunächst Hilfe leisten. Einfach einen formlosen Antrag auf Akteneinsicht per E-Mail versenden.


    Mein Antrag wurde relativ fix bearbeitet. Zum Vorort-Termin war eine freundliche Dame vom Archiv und eine nette Dame vom Jugendamt dabei. Die Jugendamt-Dame erklärte mir alles recht gut. Was, wann, wie und warum. Kopien habe bekommen, leider durfte sie mir die einzigsten Original Kinderfotos von mir nicht aushändigen. Schade


    Die Akten (ab 1973), da bereits im Säuglingsheim endeten aber leider ab dem Aufenthalt im Spezialkinderheim ab 1983 bis 1987


    Man kann noch in den verschieden Stadtarchiven nachfragen bzw. einen Antrag stellen, aber das hatte bei mir keinen Erfolg.


    Bei einer Übernahme durch einen neuen Träger der Einrichtung werden i.d.R. die internen Heimunterlagen des Vorgängers vernichtet.

    Nur relevante Unterlagen werden an das Jugendamt / Kreisarchiv zugeschickt.


    Es gibt auch eine gesetzliche Aufbewahrungsfrist, aber die hatte mein letztes Heim (1988 - 92) nach dem Trägerwechsel wohl nicht ganz interessiert. Es wurde alle Akten vernichtet. Schon allein aus Platzgründen.


    Das sind meine Erfahrungen, die ich persönlich gesammelt habe.

    .............da es mir sicherlich schwer gefallen wäre, die vielen Fragebögen innerhalb der vorgeschrieben Zeit zu beantworten. ..............


    Man erwartete, wie in einer Prüfung, Fragebögen innerhalb einer Zeit X auszufüllen? Was sollte das denn werden?? Da wäre ich gleich im Vorfeld misstrauisch geworden, mich dafür hergeben sollen. Die Fragebgen, die ich vor Jahren ausgefüllt habe und zur Verfügung stellte, unterlagen keiner Zeitspanne, doch wie ich das sehe, hat da jemand einen Versuch anstellen wollen. Schätze, das könnte dir eine Lehre gewesen sein, noch einmal an so etwas teilzunehmen. Waren wir denn nicht schon längst gebrannte Kinder und mißtrauisch genug?


    Da werde ich natürlich nicht mehr daran teilnehmen.

    Hallo zusammen,


    ich habe da noch ein paar Fragen bzgl. des Antrages auf Rehabilitierung, aufgrund des Aufenthaltes im SKH und in einer Kinder-und Jugendpsychiatrie:


    Seit fast 1 1/2 Jahren läuft ein Antrag über das OEG bzgl. des sexuellen Missbrauchs der Pflegeeltern und den Missbrauch in der Kinder-und Jugendpsychiatrie.

    Ich habe jetzt noch ein Schreiben bekommen, dass ich die ärztliche Schweigepflicht zur weitern Bearbeitung freigeben soll.


    Nun wurde ja vor paar Monaten hier die Möglichkeit einer Rehabilitierung, aufgrund des Aufenthaltes im SKH sowie der Aufenthalt in einer Kinderpsychiatrie gepostet / mitgeteilt.


    Ich habe jetzt eigentlich alle Unterlagen, Nachweise, Bestätigungen von Erziehern und von einer ehemaligen Heimleiterin (auch mit dem Hinweis, dass mein Aufenthalt im SKH nicht notwendig war) zusammen und würde das im Januar an die entsprechende Behörde zusenden.


    Kann es eventuell nachteilig sein, wenn der OEG-Antrag dann irgendwann positiv entschieden wird? Soweit ich weiß werden hier sowieso nur Rehas oder psychologische Therapien bezahlt bzw. unterstützt.


    Würdet ihr in dem Fall auf eine weitere Bearbeitung des OEG-Antrages verzichten?


    Im Rehabilitierungsantrag habe ich den SKH und den Aufenthalt in der Kinderpsychiatrie zusammengefasst.


    Vielen Danke für eure Antworten und Tipps.


    LG,


    René

    Also, ich hatte mich bei der Studie angemeldet und einen ausführlichen online Fragebogen ausgefüllt.
    Heute hatte ich ein Telefonat, etwa 50 Minuten mit einer netten Dame (Psychologin) und es wurde noch eine Dinge besprochen bzw. auch Fragen gestellt zbsp zur jetzigen Lebenssituation, Erfahrungen/Erlebnisse in den Heimen etc...


    Am Ende Gesprächs teilte mir die nette Frau mit, dass ich für diese Studie (innerhalb von 6 Wochen, 10 online Fragebögen zu speziellen Themen zu beantworten) nicht geeignet bin.


    Hmm seltsam. Ich denke sie hat Angst, dass ich damit nicht klar komme.



    Nun, gut.
    Traurig bin ich über die Entscheidung der Psyschologin nicht, da es mir sicherlich schwer gefallen wäre, die vielen Fragebögen innerhalb der vorgeschrieben Zeit zu beantworten.
    Ich mag es nicht nach langer Arbeit, noch ewig am PC sitzen und viele Erlebnisse/Gedanken etc. niederzuschreiben.


    Ich war mir auch micht bewusst, dass diese Studie nur eine psyschlogische Unterstützung/Hilfe oder Aufarbeitung o.ä. ist.


    Mit der Aufarbeitung, wie es in der Beschreibung steht, dachte ich eher an eine wissenschaftliche/geschichtliche Studie.


    Wir sind verblieben, dass sie mir Kontaktadressen gibt, wo man rechtliche Unterstützung in Bezug auf das SED Unrecht bekommt.

    Hallo Freunde!


    Ich habe kürzlich in einer Zeitschrift gelesen, dass Frau Prof. Dr. Heide Glaesmer von der Uni Leipzig eine Studie zu DDR-Heimen und Jugendwerkhöfen durchführt.
    Die Studie / Aufarbeitung wird vom Bundesforschungsministerium unterstützt. Hier geht es u.a. um die Gründe für Einweisungen, Erfahrungen, demütigende Strafen, Misshandlungen, harter körperlicher Arbeit, wenig schulische und berufliche Förderung, was bis heute in der eigenen beruflichen Laufbahn beeinträchtigt wird. Das betrifft ja fast jedem, der zu mindestens im SKH oder JWH war.


    Hier ist der Link zur Homepage
    http://www.ddr-heimerfahrung.de
    https://www.testimony-studie.de
    Kontakt ist auch per e-Mail möglich: testimony@medinzin.uni-leipzig.de


    Würde mich über euer Feedback freuen.


    LG,


    René

    Hallo Jacky2012,


    glückwunsch für deinen Erfolg vor Gericht. Nun was heißt das "Rehabilitierung" bzw. was bringt es?
    Zu Unrecht im SKH, dass das von einem deutschen Gericht zu bestätigt zu bekommen ist zwar 'ne juristische Bestätigung, bringt aber mehr nicht - oder ist hier eine Entschädigung für die Zeit im SKH vorgesehen oder was auch immer?



    Ich wurde aus dem DDR - Kinderheimfond 10.000 Euro bereits entschädigt. Eine doppelte Entschädigung wird bestimmt nicht stattfinden.
    Da auch ein Antrag für die Unterbringung in der ein Kinderpsychiatrie mit der Begründung "Bereits entschädigt durch Heimfond", abgelehnt wurde.


    Ich habe kürzlich aber einen Aufruf in einer Zeitung zu einer Studie zu DDR-Heimen und Jugendwerkhöfen in der Zeitung gelesen. Hier werde ich einen extra Post machen mit dem entsprechenden Link. Sonst geht der hier am Thema vorbei.


    LG


    René

    Eine Frage an euch:


    Mich hat kürzlich einer angeschrieben, der mich hier im Forum gefunden hat (waren beide im gleichen Heim) und wir haben seitdem WhatsApp-Kontakt.
    Er hat aber irgendwie seine Zugangsdaten zu diesen Forum nicht mehr. Es is wohl für ihn auch etwas schwer mit dem Internet umzugehen.
    Nun gut, so st es halt.


    Jetzt haben wir über dies und das über die Vergangenheit gesprochen und da hat er mir etwas über Medikamente erzählt, die er im Krankenhaus verschrieben bekommen hat (nach kurzem stationären Aufenthalt).
    Diese verursachten, zum Beispiel, dass er eine Tasse am Frühstückstisch nicht richtig halten konnte und er vom Erzieher, der genau darauf achtete das er die Medi auch strikt einnimmt, einen ordentlichen Anschiss für das Missgeschick bekam.


    Seine Akten aus den Heim sind bei einem Hochwasser vernichtet worden.


    Kann man da irgendwie etwas machen oder gibt es da eine Möglichkeit, dass man diese Medi-Verabreichung untersucht und ggf. dafür entschädigt wird?

    Hallo zusammen,


    ich konnte ja dieses Jahr "fast" erfolgreich meine Akten einsehen.
    Leider sind die Akten im Archiv des Vogtlandkreises (zuständige Archiv des Jugendamtes welches mich in die versch. Einrichtungen einwies) nicht vollzählig.


    Es fehlt die Akte aus dem SKH Mittweida / OT Zschöppichen, dort war ich von 1983 bis Ende 1986.


    Ich habe auch das Kreis- und Stadtarchiv von Mittweida um Hilfe gebeten, leider ohne Erfolg. Keine Akten aus den SKH vorhanden.


    Jetzt die Frage an Euch: Wo könnte ich mich noch hinwenden und fragen ob es eine Heimakte aus dem SKH Mittweida von mir gibt?