Beiträge von Axel Li

    Das sind genau die Fragen, die wir nicht beantwortet wissen. Ich z. Bsp. habe oft gefragt, wenn es Momente gab, an die man sich an die Zeit damals erinnerte, wo sind die vielen Jungs von damals hin, was ist aus ihnen geworden? Es ging ihnen doch vermutlich kaum anders als mir. Von ganz Wenigen weiß ich es, weil sie es mir schrieben und ein Ehemaliger es mir pers. sagte, wie er/sie gelitten hatten, und ich denke, mehr als ich. Zwei andere Ehem. wiederum relativierten, mit denen ich einmal telefonierte. Was bedeutet das; dass sie alle nicht mehr da sind und weshalb bin ich da und Andere nicht? Habe ich es geschafft mit Aufarbeitung, haben sie es und was ist mit der hohen Dunkelziffer jener, deren Namen ich fast alle im Kopf bzw. sie zur Sicherheit auch aufgeschrieben habe? Das sind Dinge, die ich gern noch wissen möchte, wie haben sie verarbeitet, wenn sie verarbeitet haben. Noch ist Zeit, es zu erfahren, doch schwindet die Chance, es zu erfahren von Monat zu Monat. Sie hatten das doch auch alles erlebt. Erlebten sie es anders und wenn ja, wie bitte? Darf es noch ein Kirsch sein?

    Hallo Jörg, ich hoffe, wir haben dich nicht überrannt, und es geht dir gut, oder den Umständen entsprechend. Wenn du Hilfe benötigst, dann scheue dich nicht, uns zu fragen, egal wem, wir sind eine Gemeinschaft, auch wenn du das noch mit Skepsis betrachtest, wir helfen uns.

    Das glaub ich nicht, ihn überrannt zu haben. Er hat Infos, was er tun kann, und wenn er jemanden braucht, wird er ihn ansprechen. Ich kann z. Bsp. kaum dienlich sein, denn weiter als Abwarten, was nun mit dem Beschluss wird, den das zuständige Versorgungsamt erhalten hat, bin auch ich nicht. "Die Bearbeitung wird einige Zeit in Anspruch nehmen, weil noch best. Stellen kontaktiert werden müssten", so in etwa der Zwischenstand. Alles dauert Zeit. Viele haben sie nicht.

    Wenn ich darf, ich finde das auch alles schlimm und nenne es wie die Psychologie dazu sagt - emotionale Gewalt der schlimmsten Ausprägung, Fleisch und Blut zu trennen.


    Das Thema ist leider schon ewig in den Jahrhunderten aktuell gewesen, in England, die tausendfach geschehenen Verschickungen, Deportationen von bitter armen Kindern aus England nach Kanada, Australien. Weshalb ich mich immer mit solchen Themen "plage", ich bin zu sensibel...

    Das sehe ich ähnlich, denn normalerweise hat es der Mensch zwar selbst in der Hand, zu bestimmen, was er sich zumutet oder sich zumuten lassen will, doch der Prozess kann von Anfang an gestört worden sein durch Erlebnisse, die z. Bsp. traumatisch sein konnten und dann können Fehlentwicklungen auftreten, die den Weg ins Leben erschweren.


    Setzt so ein Prozess ein und du bleibst allein mit diesen Fehlentwicklungen, lernst du kaschieren, dich von Anderen schon dadurch zu lösen, die dich gar nicht verstehen können und im Grunde genommen doch schon immer jeder seiner Wege gehen lernen musste.


    Ich denke, unsere Wege dauerten ewig und die Methoden, die man wählt, wie man mit Konflikten umgeht, sind so verschieden, wie es Menschen gibt.


    Mir z. Bsp. gab damals keines der Gespräche mit dem Kinderpsychologen etwas, was heilen sollte. In der Psyche war schon Einiges vor dem Heim verkorkst, weswegen das auch dazu führte, keine Normen einhalten zu können. Im Heim trichterten sie sie uns ein, doch nicht nur die Methodik war falsch. Die strenge Disziplin dort führte bei mir dazu, Selbstdisziplin zu lernen, mich entgegen meinem Willen dazu zu zwingen, Gefühle zu unterdrücken und sehr viel später dazu, mein im Heim erlerntes Punkte-Bestrafungssystem nach eigenen gewählten Vorgaben an mir gewaltsam auszuleben. Das war sozusagen meine Antwort darauf, dass sie dir nichts anhaben können, denn nur ich, kein Anderer, übernahm immer dann die Kontrolle darüber, was mit mir geschieht. Es gab dann keine Fremdbestimmung mehr. Die Gewalt ging nun von mir selbstbestimmt aus.


    Weißt du, was das eigentliche Problem beim Thema Gewalt ist und das kenne ich auch alles aus der Geschichte, der Staat übernimmt durch Herrschaftsübernahne das Gewaltmonopol, will Anarchie verhindern, weswegen die Menschen auch nicht über Waffen verfügen sollen. Nur er bestimmt darüber. Wenn Menschen selbst entscheiden wollen, wie sie sich schützen wollen, dann geht das nicht. Hier herrscht also eine Art Bevormundung und da werde ich allergisch...

    Ich sollte mal ins Bett gehen, doch geht mir das nicht durch den Kopf. Ich war tatsächlich nach der Heimentlassung mit 14 und erneut mit 15 bei einem Kinderpsychologen, weiß überhaupt nicht mehr, was er mit mir veranstaltete. Ich denke aber, da ich "kalt wie ein Stein war" so gefühlt herauskam, niemanden an mich 'ranließ, war das wohl der Grund.


    Direkt mit Therapeuten hatte ich nie zu tun und hätte auch bestimmt nicht begriffen, was das bringen sollte, denn eigentlich kann doch nur der Weg der geeignetere sein, mit Menschen in Austausch zu kommen, die Ähnliches erlebt haben. Nur sie verstehen aus dem Erlebten einigermaßen wenigstens, währenddessen Therapeuten reine Theoretiker sind, was ich nicht abwertend meine.


    Ich lese seit Langem Vieles aus dem Bereich Psychologie, ja selbst-analyse und lerne durch wiss. Betrachtungen auch immer neu dazu, gerade weswegen man so affin wurde in Bezug auf Gewalt. Das hat schließlich Ursachen, an die man ran musste.


    Was schreibst du, dass du mit ihr leben würdest, sie dich nicht gebrochen hätte. Das sehe ich kaum anders, doch nur durch Reinszenierungen, auch durch Austausch und der wiss. Aufarbeitung dazu ist es mir irgendwie gelungen, mich zu "therapieren", so hart ich mir selbst gegenüber dabei auch immer war. Es war und kann nicht der Weg für Andere sein, denn wir sind individuell und was für den Einen passt, passt nicht auf den Anderen.

    Die kleinen Racker_innen werden einfach immer dämlicher und dürften natürlich nicht tun, was sie getan haben. Wie kommst du auf so einen Einfall, zu Dritt auf so ein Ding zu steigen, völlig naiv, wie man mit 14 nur sein kann? Lernt man das gar nicht mehr, nirgendwo, Gefahrenabwehr oder waren wir einst auch so blöd? Was geht mit 14 in der kindlichen Birne nur vor? Ist es jugendlicher Übermut? "Es wird uns schon nichts passieren?"


    Gut, dass nichts Schlimmeres geschehen ist und dem 64 Jährigen wird hoffentlich auch nichts ernsthaft geschehen sein, außer der Schock.


    Zu dritt auf dem E-Scooter - Mädchen knallt auf Motorhaube
    Drei Mädchen fahren gemeinsam auf einem E-Scooter. Bei der Einfahrt in den fließenden Verkehr stürzen sie. Die Fahrerin hat Glück im Unglück.
    www.n-tv.de


    Im Grunde kann uns Allen das täglich widerfahren, denn die meisten E-Scooter Fahrer, ob allein oder zu zweit, zu Dritt sah ich als Radfahrer direkt neben mir auch schon drei halbstarke türkisch-arabische Bengel in Berlin-Kreuzberg Oranienstrasse damit letztes Jahr fahrend, fahren wie die Henker und scheinen zu glauben, dass es nur sie selbst gibt. Nach dem Erwischt werden würde ich Ihnen auf eigene Kosten Verkehrserziehung mit Prüfung aufbrummen. Dann würden sie Regeln kennenlernen. Strafe muss sein, oder?

    Das ist es, kaum einer weiß, wie die/der Andere mit dem Thema umgegangen ist oder noch umgeht. Von dir weiß man es nun, weil du offen umgehst, um dich zu lösen und frei zu werden von der schrecklichen Vergangenheit zu Hause vor allem. Dazu das Brechen Wollen im Heim. Dagegen war es bei mir salopp gesagt, noch harmlos, der Vergleich mit dem Zuhause. Vernachlässigt wurde ich schon mal nicht. ..


    Wer kann das auch erklären, wer will, wenn man sich doch immer nur abschottete, keine Worte fand, Erlebtes in Worte zu kleiden, zu sprechen, zu schreiben. Vollkommen logisch, die Stille auch deswegen. Was haben wir nicht alles in uns hineingefressen.


    Von mir weiß man es nun genauer, wie ich umgegangen bin mit Wut, Selbstmitleid, -hass, Verlust.


    Als ich vor vielen Jahren user in einem Borderline Forum war, mich mit PTBS u.a. auseinandersetzte, gar als wenn ich mit einem Brennglas unter der Sonne über die Haut fahre, wusste ich nun vieles. Dazu die ganzen Studien aus Zeitungen und Co. erarbeitend. Das waren meine theoretischen Versuche von Bewältigung neben den schmerzhaft praktischen, meine Wut, Gefühle durch Selbstverletzungen abzuspalten, abzutöten.


    Ich erfuhr in dem Forum so viel, dass es schon wieder erdrückte. Es war schwere Kost. Ich ging nach wenigen Jahren, obwohl ich gefragt wurde, ob ich nicht vielleicht Moderator werden möchte. Ich war viel zu 'aktiv' mit mir beschäftigt, und bin selbst nicht ausreichend stabil gewesen und werde es auch nicht sein. Dafür bin ich an solchen Themen zu sehr dran. Ein Abschalter gibt es nicht.


    Eben. Jede/r hat eigene Mechanismen, um mit Allem fertig zu werden. Dafür gibt's nahezu keine Rezepte, jedoch Therapeuten. ..

    Ich schlage vor, nicht die wertvolle Zeit der Mittagspause zu verwenden, denn dazu ist in jedem Falle nicht nur die Zeit zu kurz. Das Problem viel zu kompakt und wenn es geht, solltest du dich bitte auch im Urlaub nicht mit diesem Thema herumplagen. Du benötigst auch diese Zeit zur Erholung von der Arbeit. Allerdings muss man dann schon Aktivurlaub betreiben, um völlig abzuschalten. ... Sollte ich auch mal wieder machen

    Was ich irgendwann mal -wo schrieb, von 10 Schuljahren war ich genau 1/4 der Zeit im Heim, das ist nicht so viel, doch dieses Viertel beeinflusste meine Schulzeit so sehr, als wenn es andersherum gewesen wäre. Ich schrieb schon, dass ich im Heim nur ein einziges Mal eine Tracht Prügel kriegte, die nicht weiter das Problem war, wenn sie nicht demütigend gewesen wäre. Schmerzen vergehen schnell. Emotionale dauern ewig, denn es war allg. der Druck, permanente Unterordnung, kaum Freiräume, Kollektivstrafen. Zwang, sich anzupassen, war ein Dauerthema und so passte man sich, so gut es ging, an. Dazu zu sehen, wie manchmal mit uns umgegangen wurde, weil wir nicht immer folgsam waren, wie Kinder untereinander auch sein können.


    Schon zu Hause sollte man immer Erwartungen erfüllen, doch das war als Kind gar nicht möglich. Erwartet wurde Verständnis von mir, Verständnis dafür, zu verstehen, mit Allem überforderte Genervte allein mit mir Lebende mit Liebe erdrückte. Geliebt werden bedeutet nicht, mit Liebe erstickt werden dürfen, wenn es welche war. Sie schlug nicht, nur der nicht von mir akzeptierte "Gast", ließ es mich spüren, was immer wieder zum Ausreißen veranlasste. Den Rest kennen die Meisten. Liebe und Hass...


    Die "Bitte" keine Sorgen zu bereiten, weil doch die Ängste so groß waren, standen immer im Raum. Die implantierte Schuld, wenn man Dinge tat, die dann Sorgen machten. Ich war 9, 10, ihre Überforderung auf allen Seiten. Unfähigkeiten. Scheitern.


    So ein Jugendamt hatte Macht. Gestern Abend beim Spaziergang durch den Bezirk kam ich daran vorbei, das entschied, mich herauszunehmen und mit anderen schwierigen Kindern zusammenzubringen.


    Diese Prägungen bleiben, weil dir dort etwas eingepflanzt wurde wie ein Chip. Den Speicher löschen kann keiner, weil deine Psyche beschädigt wurde. Wird sie verletzt, versucht, zu brechen, eine Person aus dir zu machen, die du nicht sein willst, dann macht es etwas mit dir. Womöglich für immer und so oft fragte ich mich, bin ich nur verrückt und was ist mit all den vielen Anderen, die doch viel länger und schwierigere Situationen erlebt haben?

    Trotzdem akzeptierten wir Schule und achteten Lehrer. Ich kämpfte nicht gegen sie an, weil sie etwa zum System gehörten, denn sie taten mir/uns ja nichts. Im Gegenteil.


    Mit früher meinte ich vor unserer Zeit, als es in Schulen die Prügelstrafe gab. Ich erlebte sie dort nicht. Also wieso gegen die Lehrer rebellieren? Bei dir erkennt man noch ganz andere Mechanismen erlebter Gewalt. Zu Hause vor allem. Viel Wut, Traurigkeit, denn wer so lange in Heimen lebte, verliert mehr als Halt. Kann es sein, in dir den kleinen Punk zu erkennen? In der Wendezeit dann die neuen Freiheiten erleben, tun und lassen können, was du wolltest? Genau in der Zeit begannen meine Probleme, sich zu verstärken.


    Ich habe oben Unterdrückung von Emotionen erwähnt, wozu das führen kann, Aggressionen nicht herauslassen dürfen durch erwartete anerzogene Selbstdisziplin, die zwar einen ständigen Lernprozess beschreibt, die jedoch keine Gefühle zulässt. Bei mir entwickelte sich das nach dem Schulende allmählich und meine angestaute Wut, Ungewissheiten, Leere, mein beginnender Selbsthass, ständige Versagensängste führten mehr und mehr zu Autoaggressionen, die in den 90-ern, als ich ab dann Jahrzehnte außerhalb lebte, arbeitete, Formen von Selbstbestrafungen annahmen, die einfach nur krank waren. Dazu immer wieder auch Alkohol im Spiel und der kleine, große Teufel ritt mich. Das hatte nicht selten Suchtcharakter mit Folgen wie phasenweiser Depressionen.


    Natürlich ticken Menschen wie wir in Bezug auf Gewalt immer wieder besonders auf Trigger und die Welt ist voll davon. Es kann Gefühle der Ohnmacht bedeuten, nichts tun zu können, außer die Wut, den Schmerz gegen dich selbst zu richten in dem du die Kontrolle über deinen Körper erlangst, oder, wie beim SM, - mehrfach ausprobiert - abgeben kannst, denn in der Aktion bestimmst nur du allein über dich. Allein schon dieses Anders sein in Bezug zum Umgang mit einem selbst machten dich zum absoluten Außenseiter. Nach Herauslassen all dieser Gefühle, seiner Wut, der Ernüchterung und unmittelbar "Rückkehr" ins "normale Alltagsleben" ging dann wieder für Wochen alles seinen geregelten Gang, bis das Pendel wieder umschlug.


    Ich habe Studien an mir betreiben können, die nicht in einen Film passen und wie zu erkennen, spielte Gewalt eine zentrale Rolle in meinem erbärmlichen Dasein...

    Sie mag das Richtige wollen, doch wenn man sich ihre Avancen anschaut, scheint auch mir das zu wackelig zu sein. Ein Rachefeldzug gegen ihre eigene frühere Partei, die sie in die Bedeutungslosigkeit gebracht hat, :hutab: wird es doch nicht sein, doch natürlich bedient sie auch Spaltung, denn was genaues sollte denn dabei schon herauskommen, wenn, nur einmal angenommen, bspw. der kleinere Juniorpartner mit der CDU später doch koalieren würde? Ich bin da auch sehr vorsichtig geworden bei ihr. Ein Leserkommentator bezeichnete sie schon mal als Opportunistin. Das muss man mal beobachten. search

    Es könnte, sollte es, nur ist die Praxis wohl eine andere. Die Theorie, daran scheiterte schon Siegmund Freud, s. unterdrückte Gefühle. Es ist wie mit ihnen. Unterdrückung, auch Gewalt, produziert Neurosen, die man salopp gesagt, nur "besiegen" kann, in dem man sich dem Problem durch Ursachenerforschung stellt. Vereinfacht man, unterdrückt nicht, lässt man zu, löst das ein Problem kurzzeitig, doch du kannst keine Menschen dazu erziehen, Gewalt Gewalt sein zu lassen, wenn sie gefühlt auf jedem Schulhof gelebt wird und keiner eingreift. Von zu Hause kennen viele Gewalt. Mit denen kannst du eben nur nicht reden, weil sich da doch gar keiner rantraut. Lehrer werden eingeschüchtert und es ist nicht deren Aufgabe, infiltrierte Probleme zu lösen.


    Natürlich. Gerade wir sollten prädestiniert sein, eingreifen zu können, nur ist das praktisch nicht umsetzbar, siehe staatliche Gewaltenteilung bzw. -monopol. Das ist jetzt etwas theoretisch, nur wenn Worte nicht helfen, was hilft dann, wenn du jene nicht erreichst, die du erreichen müsstest? Wie oft wird in Talkshows darüber sinniert?! Was wird erreicht? Siehst du meine Skepsis?


    Wir sind keine Sozialarbeiter, nur weil wir wissen, wie sich Gewalt anfühlt. Gewalt, richtig, ist Alltag, überall. Sie löst unkonventionell ein Problem, zu wessen Gunsten auch immer, jedoch traumatisiert sie jene nicht selten, die sie erleben. Solche Probleme kannst du nur in zivilisierten Ländern angehen. Niemals dort, von woher sie alle kommen. Deutschland kann sie nicht therapieren, umerziehen, aus ihnen Menschen wie wir sie sind, machen. Ich bin auch kein gutes Beispiel.


    Das ist doch genau das, was sich Gutmenschen und Missionare der Kirchen immer schon vorgestellt haben. Missionare und deren Vertreter i. A. von Kirchen setzten früher oft Gewalt ein, um zu bekehren. Heute findet Bekehrung, Umerziehung mit Worten statt. Trotzdem führt es zu nichts oder wo sind die Erfolge bitte?


    Noch ein Vergleich. Früher wurde der Staat respektiert. Menschen, die ihn verkörperten, geachtet. Lehrer waren Personen, die man achtete, ja fürchtete. Diametral betrachtet haben sich sämtliche Verhältnisse ins Gegenteil verkehrt. Wie auflösen, wenn du keine Gewalt jenen gegenüber hast, die den Staat ablehnen und ihre eigenen Regeln schreiben? Schau dich um in Europa. Frankreich und und und. Das ist zwar eine bildungspolit. Betrachtung, doch ist die hochaktuell wenn es heißt: "Gewalt hat bei uns keinen Platz." Sie hat überall Platz genommen. So sieht es leider aus.


    Nachtrag. Der Junge aus der Klasse, der mich dort 2 x sogar auf dem Schulhof vertrimmte, mit ihm sprach ich auf dem Klassentreffen. Es war mutig von ihm. Ich hatte ihm lange Jahre zuvor verziehen, eben, auch weil wir beide das Schicksal Spezialkinderheim teilten. Außerdem waren wir Jungs... :)


    Der Andere, ihn sah ich nie wieder, der, der sich für etwas Besseres hielt und mich anstachelte. Immer, wenn ich dort vorbeifahre, denke ich, das ist doch der Fahrradladen, der seinem Vater gehörte. Ob er ihn heute führt? Nur eine Idee am Abend... gamer

    Das denk ich auch nicht. Eher gehts wohl darum, Menschen zu zwingen, das Regime zu beschützen. Wer sich nicht verheizen lassen will, flüchtet. Man stelle sich vor, es kollabierte bald. Die Unterstützung für den Präsidenten bröckelt mehr und mehr. Ansonsten ist es doch schon lange eine Materialschlacht mit unnötig vielen Opfern auf beiden Seiten und deshalb muss das sofort aufhören.


    Neuerdings liest man davon, dass das BSW kaum noch Berührungsängste mit der Union hätte. Was tut sich denn da auf? Das BSW steht doch für sofortige Verhandlungen. Bei der Union ist das doch gar nicht der Fall. Nanu? Sarah. Was machst du da gerade genau? thinking

    Mehrmals hatten wir Schulklassentreffen nur er war leider nie dabei. Ich nur selten, hätte ihn aber bestimmt gefragt, was das sollte, weil man ja nicht nachtragend ist...


    Der andere Junge, der mich einst vor dem Heim verprügelte, der auch ins Heim kam, ihn traf ich einst in einem anderen Forum, er kam das letzte Mal zum Treffen. Wir hatten uns viel zu erzählen und natürlich konnte ich ihm nicht böse gegenüber sein. Ihm ergings wie mir zu Hause, so Vielen und an unsere Literaturlehrerin denkend, die uns offen im Klassenraum während der Behandlung eines Lesestoffes, es kann Maxim Gorki gewesen sein, befragte, wer von uns Kindern zu Hause geschlagen wird/wurde, da ging bei fast der Hälfte von uns die Hand nach oben.


    Zufällig lief bei Radioeins soeben zum Thema Gewalt in Politik/Gesellschaft ein Kommentar darüber, dass "Gewalt kein Platz unter uns habe". Doch, hat sie. Sonst gäbe es sie nicht und immer mehr davon. Gesundbeten hilft aber nicht, denn es wird doch immer schlimmer. Also muss man da ran und nicht die falschen Mittel ergreifen.

    Wenn das fast Unglaubliche sich als unumstößliche Wahrheit herausstellte, bekäme jemand ein sehr ernstes Erklärungsproblem, denn, was Anderen unterstellt wird und selbst so "gehandhabt" wird, wäre ein Skandal, auch für jene, die das Land tatkräftig unterstützten und nichts unternähmen. Nun ist leider unsere zuständige Ministerin im Senegal.

    Das stimmt. Wahrscheinlich war es eine Art Austesten wollen, wie eine Prüfung für mich, ob ich mich drauf einließe. Es war genau der Junge, der mich auch damit provozierte, fragte, wie es denn, in Gegenwart zweier Mitschüler, so war in der Besserungsanstalt, ob man uns schlug usw. Was wusste er? Er forderte mich wirklich heraus, obwohl er schmächtiger war. Der besaß Mut und ich musste mich im Zaum halten. Was auch hätte es denn eingebracht..

    Vor X Jahren gepostet. Ich hatte mich in der Schulklasse, bevor ich ins Heim musste, aus Notwehr auf dem Schulhof geprügelt und der, der mich verprügelte, landete auch im Heim. Als Kind hat man schnell den Stempel im Klassenbuch. Nachdem ich entlassen wurde, landete ich in meiner alten Klasse, nur dass wir nun älter waren und ein Mitschüler, Sohn eines Fahrradmagnaten der Stadt, provozierte meinen kleinen Teufel, stichelte, ich "bin doch ein Schläger" und forderte mich heraus. "Schlag mich doch". Nur, ich wusste, wenn ich ihn jetzt verprügeln würde, stand bei mir die Drohung: zurück ins Heim müssen. Einschüchterung und Androhung halfen also, verhinderten. Ist das Beispiel blöd, weil heute keiner mehr droht? Jeder machen kann, was er will? doofy

    Ich kann den Inhalt jetzt nicht lesen, weil man angemeldet sein soll, doch hätte mich auch gewundert; wenn es nicht so wäre, dass wir nichts bezahlen, schließlich, denke nur an die 2 Prozent Forderung. Hier geschieht, was Andere fordern und es war nie anders. Sie verkaufen es nur anders. Reden von Sicherheit, doch wer provoziert, muss sich folglich irgendwann vor Reaktionen schützen, obwohl vorher gar kein Schutz nötig war, wenn Andere in Ruhe gelassen worden wären.

    Das ist so eine Sache. In Foren las ich dazu sehr viel und kenne die Pro/Contra Debatten um das Thema körp. Züchtigung, die Statistiken, Fakten und war erstaunt, vor einiger Zeit gelesen zu haben, dass in angeblich nur 10 Prozent aller Länder weltweit die Prügelstrafe abgeschafft sei. Was eben auch bed., dass es sie in 90 Prozent gibt. Die Nord/Sued Staaten Diskussion in USA kennst du sicherlich.


    Ich bin als Kind bestimmt nicht jede Woche geprügelt worden doch ein paar Mal waren es sehr heftige Szenen, wohl traumatischer Natur. Da weiß man es selbst, dass das falsch ist. Im Heim traf es mich nur einmal.


    Dennoch tragen wir alle solche Gene, das Böse, "the evil", seit der Evolution in uns, sei es, um Stärke zu demonstrieren, also einzuschüchtern, Überlegenheit oder einfach nur, sich auch selbst zu schützen.


    Du kannst jeder Zeit heute in Situationen geraten, dich physisch wehren zu müssen oder will man mit Leuten diskutieren, die du weder inhaltlich erreichen kannst noch sprachlich? Wie sich also vor Gewalt Anderer schützen? Gar Bewaffneter? Diskutierst du dann?


    Ich hatte vor vielen Jahren solche Diskussionen schon ganz woanders geführt und die Hälfte der Menschen ist auch in der Frage ziemlich gespalten. Vielleicht mehr denn je in Anbetracht der Lage, die uns aufgezwungen wird.

    Ganz sicher nicht. Herrlich. Aber so was Witziges mit dem Kondom wär mir doch im Leben nicht eingefallen. Ich war einfach nur wütend. Das ist um 1990 nach einem gestressten Arbeitstag geschehen und natürlich waren das nur dumme Jungs, 15 Jahre etwa, doch die absolut eindeutig mir gegenüber geltenden Gesten, - klar, provozierten sie, - doch dann sollten sie es mal lernen, dass Provokationen auch mal nach hinten losgehen können. Sie hätten ja ihren Freunden von ihrer Tat stolz erzählen können, was geschah. Mir war das jedoch eine Genugtuung, sie mit dem Gürtel während der Fahrt in der Bahn vermöbelt zu haben. Wichtig war für mich in den Minuten, dass sie einmal sahen, dass man sich auch einmal wehren kann. Man ist auch nur ein Mensch. Die Beiden haben sicher von da an gelernt, sich nur noch vernünftig zu benehmen. :)