Beiträge von Axel Li

    Störenfried sein. Gefühlt war ich nie etwas Anderes in diesem Leben und habe einfach nur gemacht, wozu mich Intuition trieb.


    Intuition entscheidet nicht zwischen richtig oder falsch. Man folgt ihr ohne zu wissen, wohin sie dich führt, was nicht bedeutet, dass es nicht auch berechtigte und kribbelnde Zweifel gibt, ob richtig oder falsch ist, was man tut. Es kann sogar dazu führen, nichts zu tun, obwohl man im Nachhinein klüger ist, dass es besser gewesen wäre, etwas getan zu haben.


    Ich glaube sogar, jetzt, weit nach Mitternacht, ist es Leben, immer wieder abzuwägen zwischen zögern, hoffen, auf Ergebnisse warten und am Ende ist man schlau, nur ob es dir dann noch von Nutzen ist, wenn es zu spät ist? :/


    Was lehrt uns das in Bezug auf das Thema? Man kann lernen, von Anderen, Ratschläge annehmen, Fragen stellen, versuchen zu vertrauen, so schwierig es auch ist; kann gewinnen, verlieren, doch Eines müssen wir tun, den Weg gehen, auch ohne das Ergebnis zu kennen. DAS schreibe ich HEUTE, ohne wissen zu können, wenn mir das jemand damals erzählt hätte, was ich damit hätte anfangen sollen.


    Beispiel. Ich MUSS darauf vertrauen und hoffen, dass der Beschluss den Erfolg bringt, den ich mir erhoffe. Ich habe so viel darüber gelesen, wie wichtig Menschen diese Entschädigung und Anerkennung ist. Allein der Glaube daran, dass er bringt, worüber Viele schrieben, die längst fort sind, läßt zweifeln und am besten ist es tatsächlich so...


    Zitat

    Sir Peter Ustinov


    Ich bin besonders glücklich, wenn das Glück unvollkommen ist.

    Für jeden, der das liest - es IST die Chance, unumstößlich, sich JETZT auf das 2019-er Urteil zu berufen und jedem steht zu, was in 2019 beschlossen wurde. Ich nenne es Glück, dass es ENDLICH dazu gekommen ist, dass jede/r in Anspruch nehmen kann, was ihr/ihm rechtmäßig zusteht. Wem Hilfe angeboten wird, sollte sie annehmen, damit man zu diesem "Glück" kommen kann, auch wenn kein Geld irgend etwas gut macht.


    Es kommt, was und wie es kommt. Erzwingen kannst du nichts. Ein Leben für Alles ist zu kurz.


    Axel Li

    Das Stichwort Sekte fiel gerade wieder, die ihren Ursprung in Kirchen selbst haben, doch die Templer, wie der User schreibt, wurden aus rein ökonomisch-polit. Gründen verfolgt, gleichzeitig erfolgte nahezu europaweit der Zugriff auf sie. Sie erlitten, wie auch Angie bekannt, Gewalt, waren selbst Opfer grausamer Verfolgungen. Das nur zu Erläuterung. Zum Orden "Opus Dei" ließe sich auch noch reichlich schreiben, der auch erwähnt wurde.

    Auch wenn ich die Geschichte der Templer kenne, würde ich keine Gwalt mögen, das löst auch keine Probleme.....

    selbstverständlich nicht. Das Treffen in Münster dürfte ein Schock gewesen sein. Wer seine Kindheit in solchen Einrichtungen so erlebt hatte, wie @Templer arnsberrg berichtete, kann kein normales Leben später mehr geführt haben. Das war Sadismus und schon Folter, die Kinder dort erlitten. Wo sonst, als in solchen Einrichtungen, konnten sich solch Veranlagte "austoben".


    @Templer arnsberrg alias Ingo * entschuldigte sich bei all den Betroffenen als jemand, der von außen kam. :hutab: Doch. Musste er das überhaupt? Wurde er 'vergrault', weil er befragt würde? Ich las Templer nur als jemanden, der einfach nur als Außenstehender schockiert war, verstehe nur komischerweise auch Teddys Fragen. S. Mißtrauen ehem. Heimkinder.

    Schöne Erinnerungen, die du oder ihr da hattet. Ich schrieb ja. Mein Spezialheim war arm. Wir hatten zwar ein Ferienlager in Michendorf b. Potsdam nahe See, doch das war's. Ostsee? Fehlanzeige. An den Werbellinsee sind wir mal als Ausflug vom Ferenlager zur Pionierrepublik gefahren. Immerhin. Neptunfest. Mich dran erinnere. Es war schön. Das Plumpsklo. Lach. Ansonsten kannte ich natürlich wie wohl fast alle Kinder, Ferienlager hier und dort. "Immer lebe die Sonne.." :)


    Schnell noch zur Reha. Danke für die Erklärung. Nun erklärt sich auch meine erste Ablehnung meines Antrages besser. Dann hat also die Generalstaatsanwaltschaft , obwohl ich meinen Erstantrag erst in 2020 einreichte nicht korrekt eingeordnet und das LG ihn trotzdem abgelehnt. Erst als ich ihn in diesem Jahr erneuerte und mich explizit auf das in 2019 erfolgte Urteil berief, das AZ lag ja bereits vor, kam dann der Beschluss zu meiner erfolgten Reha. Natürlich. Du hast Recht. Jeder Fall ist dennoch anders und ich wünsche ihm, Jörg, ebenso Erfolg. Mich hatten die Recherchen auch viel Zeit und intensives Arbeiten gekostet. Das scheint leider Vielen so gegangen zu sein.


    LG Axel

    Ich schrieb davon, und fragte, was es zu feiern gäbe im Heim. Welche Gründe für Heimkinder hätte es gegeben haben sollen? Mir fällt ein, dass wir an solchen polit Feiertagen wie Jahrestag der ddr immer so einen Fahnenappell auf dem Hof hatten, bei denen wir frisch herausgeputzt stramm stehen haben müssen. Und wehe dem, seine Schuhe.... Wir sollten stolz sein. Auf was auch immer.


    #/

    "Immer lebe die Sonne.

    immer lebe der Himmel.

    Immer lebe die Mutti..

    Immer lebe der Vati"



    Es ging um Frieden, Heimat, dass man sie verteidigen muss. Später, wenn man groß ist. Solche Liedchen wurden dann gesungen. Ich weiß nur nicht mehr von wen. :saint:


    Nachmittags gab es Streuselschnecken. Es war wie Sonntag. Wie geil.


    Was du zu Joerg schreibst. Ich sehs ähnl. Dabei kann sein Fall so schwierig nicht sein. Er hat wahrscheinlich 1000 Details, die er hier andeutete, dem LG schicken wollen u wie ich schrieb, empfiehlt es sich, bei der Sachlage zur Novellierung von 2019 zu bleiben. Die Urteile sind doch gefällt und bindend, denk ich mir. Vielleicht verwirren auch zu viele Details sogar Gerichte? Das war beim Lesen seiner Texte mein Gedanke und an Gerichten arbeiten ja auch nur Menschen.


    Wenn ich mal Langeweile habe, schaue ich mir bald das nächste Heim von außen an? Es sollte nicht gar zu weit weg sein. search

    Geb ich dir Recht. So war es bei mir haargenau. Die tiefe Beschäftigung mit solchen Themen hatte mich nicht nur gefühlsmäßig genau dazu gebracht wie du es beschreibst, des mich Herunterziehens, nur ich will entweder das ganze Elend durchleben, spüren oder gar nichts. Ich sagte mir so oft. Um das Glück zu sehen, muss es zuvor weh tun. Die Mitte zu finden war das schwierige. Den Ausgleich. Geht alles nur durch vollkommene Ablenkung und trotzdem gibt's auch dann Momente des Vergleichens wie die, weshalb ist es dir gelungen, doch etwas zu schaffen, Anderen, und die sieht man immer mehr auf Straßen, nicht.


    Nun versteh ich es etwas besser, weshalb so Viele abgeschaltet haben. Sie wollten sich nicht herunterziehen oder durch Andere wie mich herunterziehen lassen. Von Natur aus schaut der Mensch schließlich zu jenen auf, die ihm Positives bringen. Ich bin das Gegenteil und habe das schon länger auch so verstanden.


    Wende dich der Sonne zu und die Schatten fallen hinter dich? Ich suchte nur leider zu gern im Schatten, weil die Sonne blendet.


    Die Sonne schien gestern in der Paul Gesche Straße auch und alles sah so friedlich aus.

    Das Heim liegt nahe belebter Einfall-/Ausfallstrassen, wenn auch etwas versteckt dahinter. Ich komme dort schon Jahrzehnte lang immer mal vorbei. Mit dem Auto allerdings i.d.R. Es stimmt. Die haben dort das ganze Areal wie eig. alles saniert. Sie wussten wohl schon, was alles erst noch auf uns zukommt, aber lassen wir das mal beiseite. Alt Friedr.-felde ist dennoch hübsch renoviert worden.


    "Was soll ich da?" Gute Frage. Ich war bis 2011 mehrmals dort, wo ich damals war. Auf Spurensuche sozusagen. Wurzeln schlagen sagt man auch. Das geschieht nämlich, wenn man zu lange an einem Ort bleibt, auch. Ich wollte sie suchen und ausgraben. Es dauerte und ach ja. Das gab's bei uns nun gar nicht, Feiertage. Was hätte es bitte schön auch zu feiern gegeben? rofl

    Ich bin doch tatsächlich gestern Nachmittag erneut dorthin gefahren und hab dein Heim nun auch gefunden, gurkte dort ein, zwei Runden herum und trollte mich dann wieder mit dem Rad von dannen, mir vorstellend, wir es wäre, als Kind in so einem Bau mit 270 anderen Kindern leben müssen. Ein Ameisenhaufen ist kaum etwas Anderes. Was macht das mit Ihnen über so lange Zeit? Auch mein Heim beherbergte fast so viele gleichzeitig, doch in verschied. Häusern. Ihr hattet sogar einen Neubau mit Balkonen. Unsere Häuser standen schon gute 50 Jahre, ohne Balkon, aber das schrieb ich auch schon.


    Das mit der Kinderarbeit, denn das war sie schon, war zwar absolut keine Regel, das muss ich ergänzen, aber jedes Mal, wenn man über Land kommt, erinnert man sich daran und - wohlan - die Erfahrung gönnte ich so manchen dieser Knaben von heute einmal, die sich wirklich nicht zu benehmen wissen, das erleben zu müssen, was wir auf den Feldern tun mussten. Ist das jetzt schlimm, das zu denken?

    Danke für die Information. Ich arbeite seit Monaten, seit über einem Jahr sogar, an einer megalangen direkten Antwort – ich bin jetzt bei über 70 (!) Seiten (kein Witz) – an das LG Berlin: Anschreiben plus Anhang und Inhaltsverzeichnis. Ich hab’ soviel zu sagen – und zu korrigieren und zu widersprechen.

    Ich hänge mich zwar nun doch rein, und hau mir schon wieder auf die Finger deswegen, doch eines kann ich schon mal sagen: mit über 70 Seiten erschlägt man noch jeden.


    Was ich nachvollziehen kann, dass du so viel zu sagen hast, doch du hast doch vom Urteil in 2019 gelesen. Wenn man sich allein da dran hielte, sollte es dann nicht ausreichen, sich nur da drauf zu beziehen? Dir wird doch ein auszufüllender Antrag zugeschickt. Den füllst du aus und wartest ab. Ich verstehe das neue Urteil nämlich so, dass jeder, der im SKH war, die Entschädigung bekommen muss. Deine dich quälende Beschäftigung mit dem Thema kann Ich natürlich komplett nachempfinden. Viel Erfolg dennoch, wie immer du verfährt.

    Die Orban Reise nach Moskau ist auch gerade in der Tagesschau Thema. Man kann doch nur froh sein, dass er sich so bemüht. Vielen gefällt das nicht, ist zu hören, er spräche nur für Ungarn, nicht für die EU, hieß es. Die aus Moskau zugeschaltete Korrespondentin dazu, O. würde wohl als frisch gebackener Ratspräsident sich eine Art Späßchen draus machen. Die Welt wird immer komischer. Nun macht mal endlich jemand etwas Sinnvolles, Frieden mit Worten schaffen wollen, und was kriegt er dafür? ?(

    Nun will bestimmt niemand auch noch die Grünen gleich noch für das Jahrhundertdesaster des 1. WK verantwortlich machen, aber deren Affinität zum Thema ist mindestens mehr als deutlich geworden, als sich Freund Toni als Spezialist für Marder, Puma und was nicht noch alles entuppte. Dachte schon, der will Kriegsminister werden. Er platzt ja nur so vor Kenntnissen in Bezug auf Panzer und Co. Grün ist der Wald. Grün eine Tarnfarbe. Gibt es da Zusammenhänge? :/

    Was wir erleben ist die Rückkehr in den Kalten Krieg und dieser war nichts Anderes als eine hervorragende Gelegenheit, die Kassen der Lobbyisten zu füllen, weil, wenn du Frieden schützen willst, brauchst du Waffen. Wenn du Krieg führst, brauchst du sie und wie es heißt: si vis pacem para bellum, also, wer Frieden will, mache sich für den Krieg bereit. Dazu ausreichend Gehirnwäsche und die Rechnung der Eliten ging noch immer auf.


    Erstaunlich nur, mit welcher Vehemenz die Grünen für schwere Waffen votierten. Zu deutlich deren Absichten, zu klar die Linie, die sie verfolgen, in wessen Auftrag sie nur zu handeln scheinen.


    Die Auftragsbücher durch und für die Rüstung waren immer gut gefüllt, Jobs gesichert und man konnte mit Ängsten die Bevölkerung immer gut manipulieren.


    Die Rechnung ging im 1. Weltkrieg nur leider nicht auf. Europa strotzte vor Waffen nur so und es ist auch immer schon so gewesen, wohin mit all den produzierten Waffen? Die mussten doch schließlich auch verwendet werden und wann war es je anders? Waffen WERDEN genau dafür produziert. Nur, wer machte sich am Ende immer schon mitschuldig? Vielleicht sogar die Wähler?

    Die Rede war schließlich immer wieder von besonders üppigen Boni an Manager und mit irgend einem bes. Privileg muss man schließlich gute Mitarbeiter halten. :rolleyes:


    Was gerade auffällt, von der Ukraine hört man derzeit nicht sonderlich viel. Wahrscheinlich, weil wir gerade alle im Fußballfieber feststecken. :D


    Man stelle sich das einmal vor, es gelänge Orban, er ist gerade in Moskau, und später Trump, einen Deal mit Putin auszuhandeln und der Frieden bräche plötzlich aus. Hoffentlich, denn das kann unmöglich noch lange so weitergehen. Wohin soll denn das alles noch führen? X(

    Man könnte fast ein Konzept hinter dem selbst verursachten Chaos inkl. CORONA und der letzten Finanzkrise mit allen Skandalen erkennen. Vielleicht soll uns sogar die Fülle und schiere Menge an Problemen erdrücken, ganz nach dem Motto: Vogel friß oder stirb, denn es ist nur logisch, dass wir dem nicht nur ohnmächtg zusehen müssen und scheinbar auch keinen Ausweg sehen, als wegzusehen.


    Ich kenne schon sehr sehr viele müde gewordene Menschen, die einfach nur noch hoffen, dass sie durch alle Krisen irgendwie unbeschadet durchkommen mögen. Kollegen zählte ich dazu. Die wenigsten machen den Mund auf oder versuchen es wenigstens. Jedenfalls scheint es Methode zu sein, uns mundtot zu machen durch Überfrachtung mit Informationen, die, das muss ich selbst eingestehen, kaum noch in Gänze eh nicht, zu verarbeten sind.


    Die letzte aufmunternde Rede das Kanzlers vor der Sommerpause - er schwadronierte uns Mut machen wollend, davon, dass man jetzt vor einer Art Wirtschaftsoffensive mit hohem Wachstum stünde.


    Dazu paßt, ich war vorhin als Begleitung beim ZA und las zuvor, mal wieder online, dass die DB alsbald X Strecken sanieren will, X Umleitungen mit weiteren Verspätungen, Zugausdünnungen, ICE-Verkürzungen in Kauf genommen nehmen müssen und wer nun glaubt, diese Art von herbeigeredetem Wachstum sei der Schlüssel zur Lösung all der Probleme, für die die AMPEL vor allem erst gesorgt hat, der ist auf dem Holzweg. Es ist reinste Ablenkung vor dem Abgang. Die DDR log sich auch alles schön. Ein Dé-jà vu nach dem Anderen erlebt man.


    Axel Li

    Wenigstens werden die hoffentlich bald dafür gezahlt haben werden. Dass wir aussahen wie Dreckschweine - geschenkt, aber man war völlig k.o., obwohl wir ja täglich genug Sport im Heim gemacht haben wie auch Strafsport. Eigentlich war man fit, doch nach diesen stundenlangen Arbeiten auf den Feldern schmerzte einfach alles. Körperl. Arbeiten sind schon o.k., nur 8 Stunden am Tag für so junge Kinder wie wir damals, völlig daneben. Wie gesagt. Keinen roten Heller dafür gesehen.


    Ich weiß noch nicht einmal, ob es Taschengeld gab und wenn doch, wofür hätte man es ausgegeben, wenn man in der Woche niemals in der Stadt war. Am Wochenende, wenn es einmal Gruppenausgang gab, allein durfte ich nie raus, konnte man kein Geld ausgeben. Wahrscheinlich ging das wenige Geld dann fürs Kino oder dem hiesigen Eintritt fürs Schwimmbad drauf, so man denn mit durfte und nicht gerade sanktioniert wurde.


    Axel Li

    Las ich andernorts auch schon. Danke! Was die EU auch hier nur wieder par excellence betreibt, ist nichts anderes, als den größenwahnsinnigen Interessen Anderer zu dienen. Das gleiche Muster ist erkennbar. Stellvertretend für Andere werden und wurden wir bereits KriegsTeilnehmer. Jetzt werde sogar noch zukünftige Schulden übernommen. Finanztechnisch betrachtet ist es nichts Anderes als den Steuerzahlern enorme Lasten aufzubürden. In etwa dem Schuldenerlassens, wie DE gegenüber Ländern der 3. Welt verfährt. Kein Mensch fragt uns als Steuerzahler, was wir davon halten. Sie handeln einfach entgegen den Interessen ihrer Bürger. Wenn man die wenigstens einmal in demokrat. Verfahren zuvor darüber informieren würde, was sie davon hielten. Niente, nada. Genau so handeln sie - wie einst römische Usurpatoren - den Interessen ihrer Bürger zuwiderlaufend.


    Axel Li

    Wie kann ich das vergessen! Kein Geld gab es auch für die Einsätze auf dem Feld. Ich kann mich an 2, 3, 4 solche erinnern, zu denen wir auf den Hänger eines Traktors aufgeladen wurden. Wir wurden abgeladen und dann gings zack rauf auf die langen Rüben- und Kartoffelfelder in gebückter Haltung halbknieend. Zwischendurch gabs geschmierte Brote, Milch und vor dem Abendbrot zurück, todmüde ins Heim. So kaputt war ich niemals mehr später. Aber, wie gesagt, Heimkinder hatten es scheinbar nicht anders verdient. Jedoch, und das schrieb ich auch schon einmal in 2006 etwa in meinen "Eilenburger Notizen". Nötig waren diese Arbeiten natürlich, wir waren allerdings erst 11, 12, 13. Vielleicht war es ein bisserl zu früh, aber ich denke, kann das aber nicht bestätigen, wer sich geweigert hätte, hätte Sanktionen erwartet. Alles ohne Geld. Im Heim sah ich keinen Pfennig und wußte nicht einmal wie eine Münze oder gar ein Schein aussah.


    LG Axel

    Ja wir sind sogar mit einem Bezugsschein zum Friseur gegangen.

    Noch so ein Kracher. Bezugsscheine, gar so, als wenn man sich damit Kartoffeln oder auch Kohlen irgendwo günstig besorgen konnte. Ich dank euch Zweien aber so was von, für die Erinnerungskracher.


    Wir hatten es gut im Heim. Uns wurden sogar die Haare kostenlos geschnitten. Denkste. Es wurde auch alles hübsch bezahlt. Von meiner Halbwaìsenrente. Darinnen war sogar mein Geburtstagsgeld enthalten. Oder glaubt jemand ernsthaft, wir bekamen etwas geschenkt? Im Grunde habe ich mit meiner Halbwaìsenrente meinen spartanischen Heimaufenthalt bezahlt. Ich hätte noch sehr gern einmal eine Monatsabrechnung zur Prüfung auf Richtigkeit gesehen. grumble

    Über Geld spricht und sprach man nicht. Was ihr nicht alles noch im Kopf hattet. :hutab: Geburtstagsgeld. Klamottengeld.


    Geburtstagsgeld 25,00 Mark? Für 25 Mark??? Nee. Das war max. 10 Mark bei uns. Ich weiß das, weil ich einen 4 Farbenkugelschreiber mit schwarz, rot, blau, grün bekam.


    Der kostete exakt so viel und hielt ein paar Wochen. Danach - aus die Maus und ich bin sicher - keinen einzigen Pfennig gaben die für meine Klamotten aus niemals!


    Ich trug nur abgetragene Kleidung und um neue Schuhe musste ich förmlich betteln bzw. konnte durchsetzen, dass ich von zu Hause welche erhielt. Die Schuhe drückten und einer hatte einen Nagel in der Sohle, der so eklig störte wie ein Dorn.


    Dieses vermaledeite Heim war arm wie eine Kirchenmaus. ;(