Das ist alles sehr schlimm, was sie dir und vielen Anderen antaten, dass es in der Folge zu solchen gravierenden Lebensbrüchen mit Langzeitfolgen kam, denn das ist ein ganz zentrales aber auch aktuelles Thema - erlebte sexuelle Gewalt hinterläßt Spuren, die sich einbrennen, die je nach dem einen ein Leben lang nicht mehr loslassen können.
Ich denke gerade wieder daran, was eigentlich mit jenen geschehen ist, die das alles wie du erlebt haben, sie jedoch niemals irgend eine entspr. psychotherap. Betreuuung hatten. Was hat das mit ihnen gemacht, wenn sie nicht zerbrochen sind und was ist im Alter, wenn sie in die Jahre kommen, wenn mehr und mehr Medikamente ihr Leben bestimmen, die sie vielleicht schon länger nahmen. Auch das hinteräßt Spuren und wem es gelungen ist, keine nehmen zu müssen, sollte sich glücklich schätzen.
Über die Puzzleteile, von denen du schreibst, stolperte ich auch schon, denn tatsächlich muss man nach ihnen suchen bzw. wird - in welchen Momenten auch immer - fündig. Man muss sie entschlüsseln, in dem man sie zusammensteckt. Erst so entsteht ein oder gar das gesamte Bild.
Stück für Stück braucht es Zeit. Am Ende kann es hilfreich, aber eben auch schmerzhaft sein. Man muss dazu bereit, sich im Klaren sein, was man wirklich will. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Wissen, das man sich dazu verschafft, hilfreich ist in der Aufarbeitung, aber jede/r arbeitet mit verschiedenen Mitteln auf. Die Skills hast du nicht umsonst erwähnt. Ich stellte ja die Frage danach. Danke.
Ich finde es gut, wie du dabei bist auf dem Weg - weg von Psychopharmaka, denn wenn man ehrlich ist, sind Medikamente auf den ersten Blick sicherlich hilfreich, doch in Dauer verabreicht, vielleicht mit anderen dazu, sollte es nicht wundern, wenn mit ihnen am Ende nichts besser wird. Medikamente sind letztendlich eine Art Droge, - man wird mir widersprechen - die sicherlich Schmerzen lindern helfen, doch man bedenke, es steht in jedem Beipackzettel, was sie anrichten können. Wer liest sie?
Paracelsus hatte sehr wohl Recht mit dem, was er auch sagte, dass es immer die Dosis ist, die ein Gift macht. 
Zu dieser Art von Gewalt, über die du schreibst , wunderte auch ich mich schon mehrfach, wie es dazu kam, dass Frauen an ihr beteiligt waren, es sein können, denn wie war/ist das eigentlich möglich? Psychologisch scheint das ein interessantes Betätigungsfeld zu sein. Ich könnte mir Einiges erklären, doch würde es den Rahmen dieses Themas sprengen. Das will sicherlich niemand.
In jedem Fall - da hatten Kirchen sogar Recht - sexuelle Gewalt gegenüber Minderjährigen unter dem Dach der Kirche/n verübt, waren Sünde.
Weltlich betrachtet gehören sie zur Kategorie Verbrechen oder Menschenrechtsverletzungen. So klar und deutlich muss man das aussprechen dürfen.