Beiträge von Axel Li

    Da ist etwas dran, doch Vorauslagen zur anwaltlichen Kostenabsicherung sind durchaus nicht unüblich. Das hatten wir nicht anders auch schon erlebt. Woher soll ein Anwalt wissen können, ob ein Klient zahlungsfähig ist, zumal, wenn ein Fall auch verloren werden kann? Wer bleibt dann auf Kosten sitzen?


    In dieser Sache, wie ich das einschätze, stand der zeitliche Druck aufgrund des Fristenablaufs im Vordergrund. Mehr kann ohnehin kaum ein Unbeteiligter wissen. Wir sind hier nur Zaungäste und jeder Rat kann nur unverbindlich und ohne Garantie gegeben werden.

    LG

    Was gibt es Neues von den vor Jahren in Brandenburg geschlossenen Haasenburg Heimen? Das kann ja nicht alles gewesen sein, einfach mal schließen, Gras drüber wachsen lassen und das war es dann?


    Gab es Fehlurteile und was wäre, wenn die Häuser sogar wieder öffnen müssten?


    Haasenburg GmbH will Schadenersatz
    2013 wurde bekannt, dass es in Haasenburg-Jugendheimen zu Missbrauch und Gewaltvorfällen gekommen war. Daraufhin mussten die drei Heime schließen. Das…
    www.rbb-online.de

    Nicht weit genug? Er holt mich, so lange ich in der Stadt lebe, ein. Ich werde es nicht vergessen, so verblasst alles auch ist. Seit zwei, drei Jahren schon fahre ich immer mal wieder mit dem Rad an der Location/Einrichtung vorbei, in der das zweite Heimkindertreffen stattfand, hielt auch schon mehrfach dort an, fuhr auf dem Krankenhaus Gelände herum, nahm Fotos auf, rekapitulierend, was damals dort, Jahre zuvor schon geschehen ist, als ich 8 war. Es ist alles so nah und doch so fern. 9, 10 km und 45 Minuten.


    Am Wochenende bin ich dort wieder mit dem Rad durchgefahren. Genau dort lernte ich mehrere ex-Eilenburger persoenl. kennen, wir feierten, ja was eigentlich, es gibt Bilder, nur leider traf ich damals niemanden mehr aus meiner Gruppe.


    Heute, seit so vielen Jahren, ich fand zwei, sogar indirekt drei Ehemalige und wurde gefunden, einer fand mich aus meiner Gruppe, wir verliefen uns und wahrscheinlich ist es auch gut so. Wir telefonierten. Trotz allem hätte ich gern von Anderen gewusst, wie sie über mich dachten oder den Jungs, mit denen ich so viele lange Monde unter einem Dach lebte. Ich hab Bilder, auch im Kopf. Ich habe niemandem etwas getan. Auch ihr mir nicht.


    Es müssen die wenigen Bilder sein, die im Kopf gebliebenen, und wie oft kam ich Jahrzehnte später durch den Ort, besuchte ihn, suchte Spuren der frühen Jugend. Mehrmals besuchte ich die Eilenburg. Nicht nur allein. Was ist aus all den Kameraden geworden, auch denen, die mich schlugen?


    Wir waren keine schlechten Menschen, wir waren nur Kinder. Bless the Beast...


    Nee. Das hab ich nicht erlebt, dass sich Erz. je ineinander verliebt hätten haben können. Das ist ja fast spannen... :)


    Töppchin, das Ferienlager des Betriebes, in dem meine Mutter arbeitete. Ich fand das alles recht schön, bis auf das Straf-Stehen im Flur. Nur war das harmlos.


    Deine Beschreibungen, wie es bei Euch mit dem Essen zuging, erinnern mich an die Ähnlichkeit, wie es in diesen Lagern zuging. Vor allem Frühsport mit Appell. Es mag ein wenig an Pfadfinderlager erinnern und wenn ich armer Jüngling zurückdenke, der nie Urlaub machen durfte, weil gar kein Geld da war, waren die Ferienlager schöne Aufenthalte. Ich glaube sogar, das letzte Mal mit 15 im Lager gewesen zu sein. Älter durfte man nicht mehr sein. Ist schon komisch, wenn man nochmal so daran erinnert wird, und gern erinnert. Die großen Ferien waren insgesamt viel länger als heute. Jedes Jahr war ich auch noch drei Wochen etwa im Garten meiner Großeltern jwd. Völlig allein. Kaum Kinder zu sehen. Nur Natur, unendliche Wiesen, kleine Kanäle, Wälder. Niemals mehr war ich so allein unterwegs alles erkundend und heute wär das unglaublich, was alles geschehen kann.

    Wahrscheinlich waren die beiden Mädchen sogar aus dem Lager, in dem ich damals war und später mein Sohn.


    Es mag für sie praktischer Anschauungsunterricht gewesen sein. Ich fand das mutig von ihnen, lustig war es eh. Es gibt so Dinge im Leben, die einfach auch spaßig und nicht spießig sein können. Diese Szene gehörte dazu. Ich war schon länger nicht mehr sex. verklemmt. Sonst wär das wohl eher nicht passiert.


    Weniger lustig im Ferienlager Töppchin. Wer nachts schwatzte, musste zur Strafe, genau wie im Heim, vor dem Zimmer auf dem Flur stehen. Ich war schon 14, nicht mehr im Heim, hatte stolz eine Uhr am Gelenk und wusste, dass es genau eine Stunde lang war. Das war mir also gar nicht neu. Auch dort stand für die Älteren so ein Armeezelt, in das wir einmal hineinsehen durften. Es roch muffig nach Käsefüssen männlicher Jungs. Igit...

    Ich gehe ' von aus, dass nicht du damals gebeten hattest. Also. Löffel auf!


    Meine kl. Familie, Frau, mein 6, 7 jähriger Sohn fuhren aus Nostalgie noch einmal dorthin, spazierten dort durch den Wald, erreichten den See. Beide waren schon am Strand unten. Ich kam noch mal vom Auto holte paar Sachen raus, zog mich oberhalb des Sees um, war Augenblicke völlig nackt und zwei Teenagerinnen baten mich urplötzlich, weil sie mich gerade nur von hinten sahen, mich einmal umzudrehen. Ok. Dachte ich, wenn ihr es so wollt, drehst dich um. Beide kicherten und ich in etwa zu ihnen. Habt ihr nun genug gesehen? Trollten sich und ich ging nun runter zum See, in dem ich schon als Kind im Ferienlager schwamm und ein paar Jahre später verbrachte mein Sohn dort Ferien im Lager, wo die Mücken lebten. ;)

    Klar, kenne ich. In den späten 80-igern legten wir als Wanderruderer aus Berlin herunterkommend dort einmal an. Der Hölzerne See. Einfach schön und ich war auch 2 x in dem Ferienlager Töppchin nicht so weit weg von Köris..


    Wenn ich diese hübsche Anektdote um Mitte der 90iger dort am See erlebt und beschriebe, nee. Lieber nicht. Glaubt mir keiner. Ist was für die Memoiren.. :)

    Gestern schon wollte ich darauf antworten, dass auch wir im Heim in einem Ferienlager waren, doch meine ich, das schon kurz erwähnt zu haben. Ich habe nur gerade aus dem Heimferienlager nur sehr wenige Erinnerungen, s. Plumpsklo, auch mal erwähnt, knarrende Doppelstockbetten, steinerne runde Waschtröge. Eine Tischtennisplatte stand dort wohl herum, unweit der Badesee bei Fresdorf/Michendorf im Kreis Potsdam. Vielleicht gab's ein Neptunfest? Du hast das wundervoll beschrieben. Wahrscheinlich gab es Eines.


    Ich war, als ich nicht im Heim war, vor und nach der Heimzeit auch in versch. Lagern, so dass sich hier Manches vermischen kann. Was ich auch nie vergesse, es waren alles schöne Aufenthalte, die um Groß-Köris vor allem. Genau diese Nachtwanderungen blieben auch mir in guter Erinnerung mit Taschenlampe und nachts draußen liegen im Gras mit den anderen Kindern Sterne beobachtend, herumspinnend. Eine Schnipseljagd machten wir auch im Lager dort, wo ich eine Woche nur im Heimlager war, doch die Erinnerungen sind verblasst. Wahrscheinlich war das Heimlager auch nicht so das Wahre. An die anderen, späteren hatte ich schönere bleibendere Erinnerungen. Ich suchte sie später mit meiner Familie noch einmal in den 90igern auf und mein Sohn war genau dort auch mal zwei Wochen mit 13, wo auch ich mehrfach war. So toll wie ich einst fand er es wohl nicht. Die vielen Mücken...

    Schöne Bilder aus dem schönen Potsdam! Ich mag Potsdam sehr! Schloß Cecilienhof erkennt man, die Glienicker Brücke. Danke!


    Dass du quasi nie Urlaub hast machen können, ist sehr tragisch. Ich hätte weder zu DDR Zeiten ertragen, nicht verreisen zu können und habe deshalb fast alles versucht, an Reisen heranzukommen, was schon nicht ganz einfach war. Ich brauchte das schon deshalb, um der Enge zu entfliehen und neuen Input zu kriegen, fremde Länder wenigstens etwas kennenzulernen. Je weiter ich weg war, desto besser ging es mir. Es war meine Neugierde und die Sucht, etwas erleben zu wollen, weit weg zu fliegen. Die Freiheit über den Wolken, grenzenlos war sie. Allerdings, Urlaube waren bis 1989 diese Reisen nicht, bis auf einen, sondern positiver Stress durch Bildungsurlaub. Ich tankte damals so viel Wissen durch diese Reisen und Schlaf spielte kaum eine Rolle. Nur war man bedeutend jünger und nach der Wende, ab 92 etwa änderte sich die Art des Reisens. Man blieb meist 2 oder 3 Wochen am Stück im Ausland. Mit Kindern muss man seine eigenen Ansprüche dann etwas zurückstellen. Die wollen natürlich an den Strand.


    Du hattest eine bewegte Wendezeit und die Jahre danach waren auch kein Zuckerschlecken für dich. Wie es aussieht, hätte ich nicht mit dir tauschen wollen. Meine Wendezeit hatte es auch ein wenig in sich, doch konnte ich mit etwas Glück neu starten und auch wenn das alles Stress über lange Jahre bedeutete, ein beruflicher Neuanfang fast 200 km weit weg von der Heimat, ermöglichte zumindest kein Abdriften in die Arbeitslosigkeit oder Schlimmeres. Ich musste einfach eine ganz wichtige Entscheidung treffen, die mich anfangs schlaflose Nächte kostete. Jedoch sorgte ich auch teils selbst später dafür, doch das ist ein extra Thema.

    "Prozeßkostenhilfe"? Habe ich noch nicht - würde sie aber gerne haben. Wo kann ich sie beantragen? Beim Jobcenter? Und wie schnell geht das? Inzwischen läuft mir, wie immer, die Zeit davon....

    Das ist eher ein Fall für ginopilo doch ich versuche es einmal vor ihr und wie es aussieht, scheint das einfach durch ein Vorgespräch mit dem Rechtsanwalt zu klären sein. Näheres in der Verlinkung. Viel Erfolg wünsche ich dir!

    LG Axel


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    service.justiz.de

    Weil sie von früh an zu Narzisten erzogen werden. Die meisten Narzisten sind einsam, wollen sich abheben, herausragen aus der Masse und dennoch zu ihr gehören, besonders sein, nur, wenn jede/r besonders sein möchte, geht die Rechnung nicht mehr auf durch ständigen untereinander stattfindenden Vergleich und Konkurrenzverhalten. Einzigartig sein funktioniert dann nicht mehr, wenn sie alle das Gleiche wollen. So entsteht Uniformität im Verhalten, mögen sie auch noch so divers und bunt gestrickt sein.

    Gerade erst ist eine Studie erschienen, die belegt, seit wann es spürbar mit der Zufriedenheit und dem Glücksempfinden junger Menschen nahezu weltweit, vor allem jedoch im Westen, immer weiter abwärts geht. Die Studie belegt, wo die vielfältigen Ursachen zu suchen sind.


    Eine ziemlich erschreckende Entwicklung, die, wenn sie anhält, in Zukunft nicht viel Gutes erwarten lässt.


    Junge Erwachsene sind immer unglücklicher
    Das junge Erwachsenenalter galt in der Forschung lange als die glücklichste Zeit des Lebens. Das hat sich geändert. Grund sind unter anderem Social Media und…
    www.tagesschau.de

    Zuvor melde ich mich erneut - mit einem Rechtschreibfehler. Wie habe ich das geschafft, dieses Wort als früherer Leser in Bibliotheken zuvor falsch - ohne "L" - geschrieben zu haben! Perfektionisten dürfen das nicht tun! Es war Mitternacht und ich zu müde. Also, das macht man bitte gar nicht, müde und überarbeitet sich Themen widmen, für die man eigentlich keine Zeit und Nerven mehr hat, weil man im Bett sein müsste.


    Was kann man Jörg nur noch einmal wünschen!!?? Dass sich die Sache mit dem RA genau so abspielt, kühl und nüchtern auf wesentliche Fakten heruntergebrochen, die Dinge in Anlauf nehmen, wie ginopilo sie gerade anschaulich durchspielte. :thumbup:


    Jede/r, die/der schon einen RA in Anspruch nahm, kennt das. Man wird enorm entlastet und macht selbst auch weniger Fehler, denn die Gedanken kreisen zu sehr, als dass man aus einem Gedankenknäuel allein selbst noch herausfindet. Deshalb gibt es diese Art der Hilfe.


    LG Axel

    Er wird sich bestimmt melden, gar so, wie man sich bei mir auch nicht meldete, als ich im vorigen Jahr einer Studentenvereinigung einer berühmten Universität und im anderen Falle einer Tageszeitung habe dringend ein paar wirklich seriöse aufgesetzte Zeilen schreiben müssen. Die sind alle so sehr beschäftigt mit sich winden und dem Festkleben, dazu weitere PR und sonstige öffentlichkeitsarbeiten, mit Reisen, das kostet alles Zeit, musst du bedenken, und dann hat man keine Zeit, weder zu danken, noch sich darüber Gedanken zu machen, worüber sich das Volk ärgert. Das paßt alles nicht und gern geht man Widerständen aus dem Weg. Ein guter Weg? :/

    Hallo Jörg,

    ich kann dir nur danken für diesen äußerst interessanten Bericht über das, was du da leistest und es ist ein sehr wichtiger Job, jedoch darf es nicht in SELBSTAUSBEUTUNG ausufern und genau DAS macht er! Dazu deine privaten Dinge, die Zeit kosten und Nerven.


    Dann hoffe ich auf die Schnelle, dass morgen deine Termine glücken und du Erfolg hast, irgendwann wieder Ruhe findest, siehe der von ginopilo erwähnte Urlaub. So geht das doch nicht lange weiter.


    Überstunden hatte ich auch oft gemacht und ich wußte, dass man zwei Jobs nicht gleichzeitig hat lange machen können. Bedenke, dass du auch nur ein Mensch bist!


    Als Kind war ich oft Gast in Bibiotheken. Später eher sehr wenig und hatte kaum noch Zeit dafür, bildete mich dafür anders. :S


    Danke und Gute Nacht!

    Axel

    Letzten Abend fiel mir zufällig eine Printausgabe des "Tagesspiegel" in die Hände, in der man nachlesen kann, wo sich in Leipzig das Ganze zugetragen hatte. Es war also doch nicht der legendäre Augustusplatz mit dem berühmten Gewandhaus - ein feines Haus - sondern die einige KM weiter westlich in Lindenau oder fast Plagwitz gelegene Location FELSENKELLER und klar wurde auch, wer insb. dort gegen den Herrn Verteidigungsminister intervenierte. Die SPD hat es derzeit aber auch wirklich nicht leicht im Osten. ;(

    Natürlich, wer, wie Wanderwitz, der allerdings in der CDU ist, Ostdeutschen vorhält, dass sie Demokratie nicht verstanden hätten - die schlimmeren Vorwürfe erspare ich Westdeutschen gern - der muss sich nicht wundern, weshalb Ostdeutsche von Westdeutschen genervt sind, wobei, Wanderwitz - kein Witz - ist ein Kind des Ostens, der eigentlich verstehen müßte, nur kann oder darf er es nicht, womöglich, weil er gut bezahlt wird. hmm

    Der Verteidigungsminister P. war gerade in Leipzig zur Wahlkampfunterstützung seiner Partei - auf dem Augustusplatz schien es gewesen zu sein - und wurde dort von Anwesenden Kritikern als Kriegstreiber bezeichnet. Es soll ziemlich laut gewesen sein und zeigt auch nur, wie satt die Menschen den Krieg haben, der uns alle tangiert. Von Verdrängung aller Menschen kann also gar keine Rede sein. :hutab:

    Das ist sehr traurig. Du hast nicht wirklich daran gedacht, an die wenigen Stralsunder Schulen zu schreiben? Ich würde mir die Mailadressen der Schulen beschaffen und eine Rundmail an diese rausschicken, dein berechtigtes Anliegen wie hier gepostet, darinnen festhalten. Ansonsten klapperst du das Bürgeramt ab, Meldestelle und Co. Weshalb nicht sogar damit eine Polizeidienststelle aufsuchen? Was soll passieren? Weniger als hier im Forum wird nicht geschehen. Also los, geh' es ruhig einmal an. :)

    Ich las deine Antwort schon per Mail und komme deshalb noch einmal rein. Danke für die Eingebung zum Gedanken, weshalb durch die Medikamenteneinnahme möglicherweise niemand etwas erzählte. Es klingt fast logisch, nur da ich "nur" 8 Wochen lang in der psych. Klinik war, kann ich bei mir zumindest kein System erkennen. Mein kurzer Aufenthalt lief wie ein Film ab, gar so als wenn man tatsächlich mit Medikamenten ruhig gestellt wurde. Wovon ich aber ausgehe, nicht ruhig dort angekommen zu sein, eben weil ich zu Hause große Unruhe hatte, wenn du verstehst. Das wird psych. etwas angerichtet haben, was die dort vielleicht in Griff kriegen wollten, doch viel weiter oben stellte ich nicht umsonst früher schon Fragen, wieso diese ekelhafte Prozedur der Gehirnwasserentnahme überhaupt nötig gewesen sein soll.


    Die letzte Frage kann dir u. U. nur unser user R.H.M. beantworten. Ich hoffe es für dich. Viel Glück dir und den Anderen bei den Auflösungen all eurer Fragen! Ich weiß und ahne, wie schwierig das für jeden ist. Es ist, als wenn man die Schlüssel sucht, um zu finden, was Einem noch wichtig ist.


    VG Axel

    Ich habe leider nie erfahren, warum ich dort war.

    Das wird uns niemand auf die Nase gebunden haben wollen, vielleicht, weil es Rückschlüsse auf die Verursacher gegeben hätte haben können?


    Ich wusste auch nicht, ahne es aber, wurde von einem Tag auf den anderen hingebracht und habe mich vor 2, 3 Jahren um Unterlagen bemüht. Ich berichtete schon und habe die Karteikarte mit meinen Daten in Kopie erhalten zzgl. Diagnose, die aber nichts spez. Besonderes hergibt. Wie es aussah, war ich nur zur Beobachtung und Untersuchungen dort, weil es zu Hause stressig war. ...


    Du schreibst, dass du ein sehr ruhiges Kind warst, weil sie dich mit Faustan vollgepumpt hatten? Das ist ein starkes Beruhigungsmittel, doch wenn das so war, weshalb tun sie das, wenn du ruhig warst?


    Faustan war bekannt und ich bin fast sicher, dass ich die auch bekam, sogar noch eine Zeit lang später im Spezialheim. Ich habe das nur ganz schwammig noch in Erinnerung. Es wäre logisch, denn einen Erziehungsplan mit Einschätzung über mein Verhalten dokumentierend lässt da einen Rückschluss zu, doch wenn ich nicht so wissbegierig wäre, hätte ich das alles längst ausblenden können, doch es gibt Dinge, die sich messerscharf unvergessen eingebrannt haben.

    Ich dank euch Zweien! Das ist doch immer das Selbe. Natürlich trugen sehr oft die Mütter Schuld daran, was mit uns geschah. Ich z. Bsp. hab es s/w, dass meine völlig überfordert war und weshalb ich schon als Kleinkind kaum richtig zu Hause war, Jahre in der Wochenkrippe, etwa 12 Wochen mit 5 in einem Kinderheim östl. v. Berlin, erklärt viel. Dann die Psychiatrie 8 Wochen, wie ich schon schrieb und später die Jahre im Spezialkinderheim.


    Selbstverständlich haben daran Mütter und Andere Schuld. Meine war nur total überfordert und kam mit Allem kaum noch klar. Trotzdem sind die nicht frei von Schuld, wie ihr es ja geschrieben habt. Wenn ich also seit Jahren immer wieder von meiner Schuld schreibe, zurecht ins Heim gekommen zu sein für meine als 9, 10, 11 Jähriger, begangenen "Sünden" , dann zeigt das, wie man uns damals manipulieren konnte und dann war der Grund, uns in Heime zu stecken, schnell gefunden. Ich war mir absolut sicher, für das, was ich und Andere angestellt hatten, wurde ich mit Heimaufenthalt zur Umerziehung zurecht bestraft. Heute weiß es jeder, dass das nicht rechtens war.


    Die Erklärung mit den e-shocks schockiert, weil sie mich erinnert - an die feuchten auf der Haut aufgesetzten mit Gummi versehenen Metalplättchen, aber fragt nicht, was ich damit verbinde. Soll es Schmerz gewesen sein oder wurden einfach doch nur Gehirnströme gemessen? Man lasse mich bitte nicht glauben, dass mir das so wie euch passiert ist.


    Wenn ich das lese, ihr wurdet mit Schocks bestraft. Ich muss es glauben, weil ich nicht in der Wechselburg war. Dann waren das "perfekte" Nazimethoden, die sìe anwendeten.


    Jedenfalls, Ich war 8, also hab ich nur sehr wenige Erinnerungen an die Psychiatrie, doch Medikamente bekam ich auch.


    Erinnere mich sogar an eine Gummizelle, in die Kinder reinkamen. Ich kriegte das auf dem langen Flur mit, wie sie das anstellten und geschehen ist, was sie anwendeten und oben hatte ich doch von der Gehirnwasser-Entnahme gesprochen, an die schmerzhafte Betäubung mit einer Spritze zuvor im Oberschenkel, an das Mädchen mit mir im Vorbereitungszimmer im Bett, an die Trage, den Weg über den Hof in ein anderes Gebäude, sah verschwommene Lichter, fühlte den furchtbaren Schmerz durch den Einstich und danach waren wir wohl stundenlang im Tiefschlaf. Wo das Mädchen verblieb, keine Ahnung.


    Katastrophal wie die euch behandelten. Es ist absolut zu verurteilen.


    Zum Festbinden/-schnallen noch ergänzend. Als 6 Jähriger war ich zwischendurch für ein Viertel Jahr in einer Orthop. Klinik wegen angebl. Haltungsschäden. Dort wurde man zur "Ruhigstellung" auch schon einmal mit Mullbinden an Händen und Füßen ans Gitterbett gebunden, zur Strafe fürs Quatschen. Es war scheinbar damals nicht ganz unüblich.


    LG Axel