Ich kan dir teilweise zustimmen, was das zu viele Fragen stellen angeht usw. und natürlich macht/e jede/r seine/ihre eigenen Erfahrungen. Auch wenn man selbst seine eigenen hat machen müssen, macht es wenig Sinn, zu verallgemeinern. Ein wenig lese ich das aus Deinen Zeilen heraus, möchte das aber auch nicht weiter bewerten. Manchmal neigen wir eben doch dazu, etwas, was uns betrifft, auf die Gesellschaft zu übertragen.
Ich zum Beispiel behaupte, was meinen "Fall" anbetrifft, nicht ohne Vorwarnung der Familie entrissen worden zu sein. Das lief eher "normal" ab. Ich habe das bereits angedeutet. So ist eben doch immer wieder jeder Fall unterschiedlich und was die Alten Bundesländer anbetrifft, kann ich kaum etwas sagen, woher auch, außer das, was ich durch Euch erfahre/n habe. Klar ist aber auch, dass man uns ehemalien Heimkindern eben oft nicht glaubte. Wir hatten schließlich keine Lobby und waren gang ganz böse, weswegen sie uns dort hineinsteckten. ...
Ich glaube auch nicht, dass uns die Regierung irgend etwas versprochen hat, sondern die dafür notwendigen Institutionen, die zumindest, wenn ich das korrekt widergebe, teilweise erfüllt haben, was zumindest Beihilfen, Anerkennung dessen, was uns geschehen ist, aus den Fonds angeht und hier kann ich zumndest sagen, dass aus meiner Sicht die notwendigen Prüfungen erfolgt sein müssen, denn es lag/liegt doch an uns, etwas nachzuweisen. Um die Beschaffung notwendiger Unterlagen mussten wir uns natürlich selbst kümmern und worauf ich hinauswollte, in vielen Fällen, - auch in meinem Fall - wurde mit relativer Großzügigkeit agiert, denn wie ich mehrfach schrieb, fand/findet sich keine Heimakte an. Dafür kann der/die Betreffende natürlich nichts und dennoch ging die Auszahlung unkompliziert über die Bühne, was nicht heißt, dass das bei Allen auch so war.
Diese Regelung mit den Fonds war richtig und vorausetzend, dass es überhaupt dazu gekommen ist, mussten wir alle mindestens nachgewiesen haben, in Einrichtung X, Y gewesen zu sein, auch wenn das aus (scheinbar) nicht mehr vorhandenen Akten alles hervorgegangen ist.
Ob man das glauben soll oder nicht, ich habe soweit alles versucht, was möglich war und möglicherweise hat die Wende um 89/90 dazu beigetragen, dass manches verschwand. Sollte es mal eine weitere Wende geben, wird sich mit Sicherheit gar nichts mehr anfinden. Damit kann man zufrieden sein, muss man aber nicht und je nachdem, wie lang der Weg Vieler von uns damals war, die Länge der Unterbringungen, die verschiedenen Heime, mögen Spuren in Form von Akten hinterlassen haben. Ironie der Geschichte, wenn also jemand in mehreren Einrichtungen war, müßten sich die Chancen, Unterlagen ausfindig zu machen, erhöhen, nur, man muss das natürlich wollen, denn ohne Fleiß kein Preis.